Alles, was ein Administrator für die Ersteinrichtung und den laufenden Betrieb von Workestral braucht — von der ersten Anmeldung bis zur Fallback-Kette für kostenlose KI-Modelle.
Workestral läuft als ASP.NET-Core-Anwendung (.NET 10) unter Windows und wird über
dotnet publish veröffentlicht. Für den produktiven Betrieb reicht ein einzelner
Windows-Server/-PC mit Kestrel oder hinter IIS als Reverse Proxy. Eine Datenbank muss nicht
zwingend eingerichtet werden — siehe "Datenspeicherung" unten.
Solange noch kein einziger Nutzer existiert, leitet Workestral jeden Aufruf automatisch auf
/setup um. Der dort angelegte erste Nutzer wird automatisch Super-Admin
— es ist kein separater Installationsschritt oder Kommandozeilen-Aufruf nötig. Ab dem zweiten
Nutzer läuft die Anmeldung ganz normal über /login.
Tipp: Legen Sie den Super-Admin-Account mit einer echten, dauerhaft erreichbaren E-Mail-Adresse an — darüber laufen später Einladungen und Passwort-Setup-Links für alle weiteren Nutzer.
Der Abschnitt Store:Provider in appsettings.json legt fest, wie
Nutzer, Teams, Läufe und Agenten gespeichert werden:
data/ — kein
Datenbankserver nötig, ideal für kleinere Installationen.Vor dem ersten Start festlegen: Ein späterer Wechsel migriert bestehende Daten nicht automatisch.
Unter /admin/users lädt ein Admin oder Team-Admin neue Nutzer per E-Mail ein —
diese erhalten einen sicheren Link zum Passwort-Setup. Jeder Nutzer gehört zu genau einem Team
(oder ist teamloser Super-Admin) und sieht ausschließlich die Aufgaben und Ergebnisse seines
eigenen Teams. Rollen: Admin (Super-Admin, sieht/verwaltet alles), TeamAdmin
(verwaltet das eigene Team) und normale Nutzer.
Unter /agents legen Sie beliebig viele KI-Agenten an — jeweils mit Provider
(ChatGPT, Claude, Grok, Ollama, OpenRouter oder ElevenLabs für Sprache), Modellname,
Zugangsdaten und Basis-URL. Über Tags (z. B. "Code", "Recherche", "Bild")
ordnet der Planer passende Agenten automatisch den richtigen Workflow-Schritten zu; über
Priorität steuern Sie die Reihenfolge, in der Agenten als Fallback
durchprobiert werden, wenn einer nicht antwortet. Ein 🔌-Button testet die Verbindung direkt
im Formular.
OpenRouter bietet laufend wechselnde kostenlose Modelle an und ist deshalb auf
/agents optisch von den kostenpflichtigen Providern getrennt (auf-/zuklappbare
Bereiche). Zwei Besonderheiten:
Soll ein einzelnes Team einen anderen LLM-Fallback nutzen als die installationsweite Vorlage,
lässt sich das im Bereich "LLM-Fallback für Ihr Team" auf /agents hinterlegen — im
Normalfall bleibt dieser Bereich leer. Wichtig sind praktisch nur "Fallback-Provider" +
"Modell"; bei OpenRouter wird auch hier automatisch der zentrale API-Key verwendet und die
Basis-URL korrekt vorausgefüllt.
Für Spracheingabe (🎤) und -ausgabe (🔊) lädt ein Admin unter /admin/speech-models
Whisper-Modelle (Spracherkennung, mehrere Größen von schnell bis sehr genau) und Piper-Stimmen
(Sprachausgabe, aus dem offiziellen, nach Sprache filterbaren Stimmenkatalog) in einen
gemeinsamen Pool herunter — inklusive Fortschrittsanzeige. Welches Modell/welche Stimme dann
tatsächlich genutzt wird, wählt jedes Team selbst unter /speech-settings und kann
dort auch Parameter (Sprache, Genauigkeit, Sprechgeschwindigkeit u. a.) feinjustieren.
Die Windows-Desktop-App hat ein eigenes, rein lokales Sprach-Einstellungen-Fenster — die Auswahl dort gilt nur für den jeweiligen Rechner, nicht fürs ganze Team.
Für den Versand (Textbausteine, automatische Antworten, Benachrichtigungen)
wird ein SMTP-Server im Abschnitt Email von appsettings.json
hinterlegt; ohne Konfiguration protokolliert Workestral Mails nur in die Konsole, statt sie
wirklich zu versenden. Für das Lesen eines Postfachs (E-Mail-Automatisierung)
legt jedes Team unter /email-accounts eigene IMAP-Zugangsdaten an. Wiederverwendbare
Betreff-/Text-Vorlagen verwaltet /email-templates.
Die Konsolen-Ausgabe läuft immer. Zusätzliches Datei-Logging aktivieren Sie über
Logging:File:Enabled in appsettings.json; Logging:LogLevel
steuert dort auch die Ausführlichkeit (Default plus Ausnahmen pro Namespace), und
FileSizeLimitMb begrenzt die Größe jeder einzelnen Logdatei. Unter
/admin/logs lassen sich vorhandene Logdateien direkt einsehen (bei großen Dateien
wird nur der letzte Ausschnitt angezeigt, mit Download-Link für die vollständige Datei),
einzeln oder komplett löschen.
Die Desktop-App verbindet sich mit einem Workestral-Server über eine konfigurierbare
Server-Adresse. Diese steht in einer appsettings.json direkt neben der
.exe und lässt sich dort ändern, ohne die App neu zu bauen oder zu
veröffentlichen — praktisch für die Verteilung an mehrere Arbeitsplätze.
⬇ Workestral Desktop herunterladen
Windows, .exe, ca. 70 MB — eigenständige Datei ohne separate Installation, keine .NET-Runtime nötig, keine Administratorrechte erforderlich, einfach herunterladen und starten.
Workestral gibt es auch als native Mobile-App — mit denselben Workflows, demselben Chat inklusive Sprachein- und -ausgabe (über die geräteeigene Spracherkennung des Smartphones), demselben Planer und denselben Notizen inklusive Formatierung und Diktat. Wie bei der Desktop-App lässt sich die Server-Adresse konfigurieren, sodass die App mit dem eigenen Workestral-Server verbunden wird.
Die App befindet sich aktuell in der Einführung und steht noch nicht als öffentlicher Download bereit — sprechen Sie uns für einen frühen Zugang an.